"Auf dem Berg wohnt die Freiheit, auf dem Asperg aber nicht" lautet ein altes Lied von 1848 über den Hohenasperg. Vor allem als Gefängis ist der Hohenasperg weit über Württemberg hinaus bekannt. Im Volksmund ist er der "höchste" Berg Württembergs: Man ist in 10 Minuten oben und oft dauert es 10 Jahre bis man wieder herunter kommt.

Der Hohenasperg 

Der Hohenasperg befindet sich im Kreis Ludwigsburg nördlich von Stuttgart. Er ist 90 Meter hoch und liegt 356 Meter über dem Meeresspiegel. Es handelt sich um einen weithin sichtbaren Keuperberg, an dessen steilen Hängen Wein angebaut wird.

Der Berg war jungsteinzeitlicher Siedlungsplatz, keltischer Fürstensitz, römische Kultstätte und fränkischer Herrensitz. Im Mittelalter beherbergte er das alte Dorf Asperg, bildete eine hochmittelalterliche Burg und ein spätmittelalterliches Schloss. Herzog Ulrich ließ den Berg zur Festung ausbauen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfolgte die Nutzung als Strafkompanie und später als Invalidenstrafanstalt. Im 2. Weltkrieg nutzte das Nazi-Regime den Hohenasperg als Sammellager für Sinti und Roma. Nach dem Krieg war der Berg zunächst Internierungslager der amerikanischen Armee.

1948 eröffnete das Land Baden-Württemberg dort eine Landesstrafanstalt, aus der später das Justizvollzugskrankenhaus Hohenasperg hervorging. Heute befinden sich  auf dem Hohenasperg mit dem Justizvollzugskrankenhaus Hohenasperg und der Sozialtherapeutischen Anstalt Baden-Württemberg zwei der bedeutendsten Justizvoll-zugseinrichtungen des Landes.

2008 beschloss die Landesregierung, die Verlegung des Justizvollzugskrankenhauses nach Stuttgart und die Erweiterung der Sozialtherapeutischen Anstalt auf voraussichtlich 120 Behandlungsplätze.